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Preußen

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Preußen war ein vom Mittelalter bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges bestehender Staat im nördlichen Mitteleuropa, dessen Landesname im Laufe seiner Geschichte mehrere Bedeutungswechsel erfuhr.

Die ursprüngliche historische Landschaft Preußen, benannt nach ihren baltischen Ureinwohnern, den Prußen, entsprach in etwa dem späteren Ostpreußen. Ab 1226 bildete das Preußenland das Zentrum des Deutschordensstaates, dessen Gebiet 1466 geteilt wurde: in das der polnischen Krone direkt unterstehende Königliche Preußen und in den Restordensstaat, der ebenfalls die polnische Lehenshoheit anerkennen musste. Durch die Säkularisierung des letzteren entstand 1525 das weltliche Herzogtum Preußen welches seit 1577 an die Kurfürsten von Brandenburg mitbelehnt und regiert wurde und durch Erbschaft 1618 ganz an die Kurfürsten von Brandenburg fiel. 1657 konnte Kurfürst Friedrich Wilhelm das Herzogtum aus der polnischen Lehensherrschaft lösen. Da es außerhalb des Heiligen Römischen Reiches lag, war es somit souverän und wurde 1701 zum Königreich Preußen erhoben. Dieser Name wurde in der Folgezeit auf alle Territorien der Könige und Kurfürsten aus dem Haus Hohenzollern innerhalb und außerhalb der Reichsgrenzen übertragen. Das Königreich stieg im 18. Jahrhundert zur europäischen Großmacht und 1866 nach dem Deutschen Krieg zur führenden Macht Deutschlands auf. 1871 vereinte Preußen alle deutschen Staaten mit Ausnahme Österreichs unter seiner Führung. Fortan war es der dominierende Teilstaat des Deutschen Reiches.

Nach dem Sturz der Monarchie in der Novemberrevolution von 1918 wurde aus dem Königreich der republikanisch verfasste Freistaat Preußen. Während der Weimarer Republik ein Bollwerk der Demokratie, wurde seine Landesregierung 1932 im sogenannten Preußenschlag von der Reichsregierung entmachtet. 1947 verfügte der Alliierte Kontrollrat der vier Besatzungsmächte in Deutschland die formelle Auflösung Preußens, das als Staat bereits mit dem Kriegsende 1945 de facto aufgehört hatte zu bestehen. Preußens Geschichte gehört zu den Traditionslinien der 1949 gegründeten Bundesrepublik Deutschland. Sein einstiges Territorium (Stand 1871) teilt sich Deutschland heute mit sechs weiteren Staaten, von Belgien bis Russland.

Provinz OstpreußenBearbeiten

Geschichte Während der Völkerwanderung wurde das Land zwischen Pommern und Kurland nach der Auswanderung der Germanen durch Litauer besetzt, zu denen die Pruzzen (Preußen) gehörten, die nach Kämpfen mit Polen und Schwertrittern 1283 durch den Deutschen Ritterorden unterworfen wurden. Dieser musste 1466 im Frieden zu Thorn das Land westlich der Weichsel an Polen abtreten. Der Hochmeister Markgraf Albrecht von Brandenburg verwandelte 1525 das Land in ein Herzogtum unter polnischer Lehnshoheit. Mitbelehnt für den Fall des Aussterbens dieser Linie wurden 1569 Kurfürst Joachim II. und dessen Deszendenz; nach dem Tode Albrecht Friedrichs 1618 wurde das Herzogtum Preußen mit Brandenburg in Personalunion vereinigt. 1732 wurde das "Königliche Stutamt Trakehnen" in Ostpreußen gegründet. Vom 3.Dezember 1829 bis 1. April 1878 waren Ost- und Westpreußen als eine Provinz vereinigt. Die Provinz Ostpreußen wurde am 1. April 1878 per Gesetz vom 19. März 1877 von Westpreußen getrennt. Ostpreußen entsendet 17 Mitglieder in den Reichstag und 32 in das preußische Abgeordnetenhaus.


Daten Verwaltungshauptstadt: Königsberg in Preußen 220 212 Einwohner - 1905 = 18. Platz der größten Städte des Deutschen Reiches. Königsberg ist die dritte Residenz der preußischen Monarchie. Größe: 36 986,33 km²

Natürliche Gebiete: Preußische Seenplatte, das Vorland mit der Halbinsel Samland.

Gewässer: Flüsse Memel und Pregel, viele meist hoch gelegene Seen (Spirdingsee = 118 km², Mauersee = 104 km²), Kanäle; Oberländischer Kanal, Masurischer Kanal, Königsberger See-Kanal.

Gerichtsbezirke: Die Provinz Ostpreußen bildet den Bezirk des Königlichen Oberlandesgerichts Königsberg, zu diesem gehören 8 Landgerichte mit 71 Amtsgerichten:

  • Oberlandesgericht Königsberg[1]
    • Landgericht Allenstein mit den Amtsgerichten: Allenstein, Gilgenburg, Hohenstein, Neidenburg, Ortelsburg, Osterode (Ostpr.), Paffenstein, Soldau, Wartenburg und Willenberg.
    • Landgericht Bartenstein mit den Amtsgerichten: Barten, Bartenstein, Bischofsburg, Bischofstein, Creuzburg (Ostpr.), Domnau, Friedland (Ostpr.), Gerdauen, Guttstadt, Heilsberg, Landsberg (Ostpr.), Nordenburg, Preuß.-Eylau, Rastenburg, Rössel, Schippenbeil und Seeburg.
    • Landgericht Braunsberg mit den Amtsgerichten: Braunsberg, Heiligenbeil, Liebstadt, Mehlsack, Mohrungen, Mühlhausen (Kr. Pr.-Holland), Preuß.-Holland, Saalfeld (Ostpr.), Wormditt und Zinten.
    • Landgericht Insterburg mit den Amtsgerichten: Darkehmen, Goldap, Gumbinnen, Interburg, Pillkallen und Stallupönen.
    • Landgericht Königsberg mit den Amtsgerichten: Allenburg, Fischhausen, Königsberg (Prß.), Labiau, Mehlauken, Pillau, Tapiau und Wehlau.
    • Landgericht Lyck mit den Amtsgerichten: Angerburg, Arys, Bialla, Johannisburg, Lötzen, Lyck, Marggrabowa, Nikolaiken, Rhein und Sensburg.
    • Landgericht Memel mit den Amtsgerichten: Heydekrug, Memel, Prökuls und Ruß.
    • Landgericht Tilsit mit den Amtsgerichten: Heinrichswalde, Kaukehmen, Ragnit, Skaisgirren, Tilsit und Wischwill.


Die Provinz Ostpreußen ist seit dem 01.11. 1905 in drei Regierungsbezirke eingeteilt:


1. Regierungsbezirk Allenstein (der Süden Ostpreußens) ist in 9 Kreise untergegliedert:Allenstein, Johannisburg, Lötzen, Lyck, Neidenburg, Ortelsburg, Osterode, Rößel und Sensburg 2. Regierungsbezirk Königsberg (der Nordwesten Ostpreußens) ist in 15 Kreise untergegliedert:Stadtkreis Königsberg, Braunsberg, Fischhausen, Friedland, Gerdauen, Heiligenbeil, Heilsberg, Landkreis Königsberg, Labiau, Memel, Mohrungen, Preußisch Eylau, Preußisch Holland, Rastenburg und Wehlau 3. Regierungsbezirk Gumbinnen (der Nordosten Ostpreußens) ist in 14 Kreise untergegliedert: Stadtkreis Insterburg, Stadtkreis Tilsit, Angerburg, Darkehmen, Goldap, Gumbinnen, Heydekrug, Landkreis Insterburg, Niederung, Oletzko, Pillkallen, Ragnit, Stallupönen und dem Landkreis Tilsit


Hymne

Text: Erich Hannighofer (25.02.1908 - seit 1945 vermisst) Melodie: Herbert Brust (17.04.1900 - 26.06.1968)

Uraufführung 1933

1. Land der dunklen Wälder und kristall´nen Seen, über weite Felder lichte Wunder geh´n.

3. Und die Meere rauschen

den Choral der Zeit, Elche steh´n und lauschen in die Ewigkeit.

2. Starke Bauern schreiten

hinter Pferd und Pflug, über Ackerbreiten streift der Vogelzug.

4. Tag ist aufgegangen

über Haff und Moor, Licht hat angefangen , steigt im Ost empor.

1919 1919 wurde Ostpreußen durch den "Polnischen Korridor" zu Land vom übrigen Deutschland abgeschnitten. Die Verbindung mit dem Reich erfolgte mit der Eisenbahn, wobei Polen nach Artikel 89 des Versailler Vertrages zur Gewährung von Transitfreiheit verpflichtet war.
1920 Am 10. Januar 1920 musste der südwestliche Teil des Kreises Neidenburg ohne Volksabstimmung an Polen abgetreten werden, da Polen die vollständige Kontrolle über eine wichtige Eisenbahnlinie erhalten wollte.
1920 Da Polen Anspruch auf Masuren erhob, bestimme der Versailler Vertrag eine Volksabstimmung. Diese musste in den Regierungsbezirken Allenstein sowie Gumbinnen (südlicher Teil) unter der Aufsicht einer interalliierten Kommission abgehalten werden. Am 11. Juli 1920 entschieden sich bei 80 % Wahlbeteiligung die Mehrheit der Bevölkerung (363.159 Stimmen (97,86 %)) für den Verbleib bei Deutschland. Nur 7924 Stimmberechtigte (2,14 %) votierten für Polen.
1920 Das Memelgebiet, welches durch den Versailler Vertrag ein Freistaat werden sollte, und seit 1920 von französischen Truppen besetzt war, wurde 1923 von litauischen Verbänden besetzt.
1923 Am 16 Februar 1923 erfolgte mit Duldung der französischen Regierung ohne Plebiszit die Annexion des Memelgebietes durch Litauen. Ostpreußen gehen so 2 708 km² verloren, von den 140 746 Einwohnern sind 71 156 Deutsche.
1927 Am 18. September 1927 weihte Reichspräsident Paul von Hindenburg in Hohenstein (Ostpreußen) das Tanneberg-Denkmal ein. Das Denkmal erinnert an die Schlacht bei Tannenberg, in der die 8. deutsche Armee die nach Ostpreußen eingefallenen russischen Truppen vernichtend geschlagen hatte.
1945

Der britische Historiker Antony Beevor beschreibt den Einmarsch der "Roten Armee" in Ostpreußen (1944/45) als einen der grausamsten Feldzüge der Geschichte. Russische Soldaten, die auf Rache aus waren - zu den Opfern gehörten hunderttausende deutscher Zivilisten. Nemmersdorf in Ostpreußen wurde zum Symbol des russischen Vergeltungswillens - im Herbst 1944 waren 62 Frauen und Mädchen von russischen Soldaten vergewaltigt und getötet worden. "Das Schockierendste war, sicher auch aus russischer Sicht, dass die Rote Armee so außer Kontrolle geraten war, dass sogar russische und ukrainische Frauen, die als Zwangsarbeiterinnen in Deutschland waren, von den Soldaten der Roten Armee vergewaltigt wurden", schreibt Beevor in seinem Buch "Berlin 1945 - Das Ende".

In der Nacht des 30. Januar 1945 wurde das mit zehntausend Flüchtlingen beladene ehemalige KdF-Kreuzfahrtschiff "Wilhelm Gustloff" vor der pommerschen Küste von einem sowjetischen U-Boot versenkt. Bei Außentemperaturen von minus 18 Grad und einer Wassertemperatur von zwei Grad starben innerhalb weniger Minuten über 9350 Menschen, darunter ca. 4000 Kinder und Säuglinge. Beim Untergang der "Titanic" waren 1912 etwa 1500 Menschen umgekommen.

Die Deutschen fliehen vor der heranrückenden Roten Armee, werden ermordet, verschleppt, bzw. komplett vertrieben. Offiziell gelten 387.000 Deutsche als "Nachkriegsverluste", also als (nach Mai 1945) ermordet, in Lagern verhungert, in der sowjetischen Verschleppung umgekommen oder vermisst (Statistisches Bundesamt 1958). Der nördliche Teil Ostpreußens fällt an die Sowjetunion, der südliche Teil an Polen.


Ostpreußische Ortsnamen heute:

Polnischer Teil: Ermland und Masuren = Warmia i Mazury: Russischer Teil: Kaliningrader Oblast = Kaliningradskaja Oblast:
Allenstein = Olsztyn

Elbing = Elblag Mohrungen = Morag Neidenburg = Nidzica Ortelsburg = Szczytno Tannenberg = Stebark Landbezirk Masuren = Mazury

Brandenburg (Ostpreußen) = Uschakowo

Eydtkuhnen = Tschernischewskoje Heiligenbeil = Mamonowo Insterburg = Tschernjachowsk Königsberg = Kaliningrad Palmnicken = JantarnijRominten = Krasnolesje Darkehmen = Osersk Tilsit = Sowjetsk Trakehnen = Jasnaja Poljana



ÜberschriftBearbeiten

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